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<!-- Reviewed: yes Maintainer: samesch -->
<refentry xml:id="function.socket-create" xmlns="http://docbook.org/ns/docbook">
<refnamediv>
<refname>socket_create</refname>
<refpurpose>Erzeugt einen Socket (Endpunkt für die Kommunikation)</refpurpose>
</refnamediv>
<refsect1 role="description">
&reftitle.description;
<methodsynopsis>
<type class="union"><type>Socket</type><type>false</type></type><methodname>socket_create</methodname>
<methodparam><type>int</type><parameter>domain</parameter></methodparam>
<methodparam><type>int</type><parameter>type</parameter></methodparam>
<methodparam><type>int</type><parameter>protocol</parameter></methodparam>
</methodsynopsis>
<para>
Erzeugt eine <classname>Socket</classname>-Instanz (auch als
Kommunikations-Endpunkt bezeichnet) und gibt sie zurück. Eine typische
Netzwerkverbindung besteht aus zwei Sockets, von denen der eine die Rolle
des Clients und der andere die Rolle des Servers übernimmt.
</para>
</refsect1>
<refsect1 role="parameters">
&reftitle.parameters;
<para>
<variablelist>
<varlistentry>
<term><parameter>domain</parameter></term>
<listitem>
<para>
Der <parameter>domain</parameter>-Parameter legt die Protokollfamilie
fest, die für die Kommunikation vom Socket benutzt wird.
</para>
<table>
<title>Folgende Adressen/Protokollfamilien sind verfügbar:</title>
<tgroup cols="2">
<thead>
<row>
<entry>Domain</entry>
<entry>Beschreibung</entry>
</row>
</thead>
<tbody>
<row>
<entry><constant>AF_INET</constant></entry>
<entry>
IPv4-basierte Internet-Protokolle. TCP und UDP sind allgemein
gebräuchliche Protokolle dieser Familie.
</entry>
</row>
<row>
<entry><constant>AF_INET6</constant></entry>
<entry>
IPv6-basierte Internet-Protokolle. TCP und UDP sind allgemein
gebräuchliche Protokolle dieser Familie.
</entry>
</row>
<row>
<entry><constant>AF_UNIX</constant></entry>
<entry>
Protokollfamilie für die lokale Kommunikation. Hohe Effizienz und
ein geringer Overhead machen sie zur ersten Wahl für die IPC
(Inter-Process Communication).
</entry>
</row>
</tbody>
</tgroup>
</table>
</listitem>
</varlistentry>
<varlistentry>
<term><parameter>type</parameter></term>
<listitem>
<para>
Der Parameter <parameter>type</parameter> bestimmt den
Kommunikationstyp, den der Socket verwenden soll.
</para>
<table>
<title>Mögliche Socket-Typen</title>
<tgroup cols="2">
<thead>
<row>
<entry>Typ</entry>
<entry>Beschreibung</entry>
</row>
</thead>
<tbody>
<row>
<entry><constant>SOCK_STREAM</constant></entry>
<entry>
Stellt zuverlässige, sequentielle verbindungsorientierte
Byte-Streams im Vollduplexmodus zur Verfügung. Auch bandexterne
Mechanismen zur Datenübertragung können unterstützt werden. Das
TCP-Protokoll beruht auf diesem Socket-Typ.
</entry>
</row>
<row>
<entry><constant>SOCK_DGRAM</constant></entry>
<entry>
Unterstützt Datagramme (verbindunglos, Nachrichten vorgegebener
Maximallänge, deren Übertragung nicht zuverlässig ist). Das
UDP-Protokoll beruht auf diesem Socket-Typ.
</entry>
</row>
<row>
<entry><constant>SOCK_SEQPACKET</constant></entry>
<entry>
Stellt einen zuverlässigen, sequentiellen, bidirektionalen,
verbindungsorientierten Übertragungsweg für Datagramme vorgegebener
Maximallänge zur Verfügung. Ein Empfänger muss bei jeder
Leseanforderung das gesamte Datenpaket lesen.
</entry>
</row>
<row>
<entry><constant>SOCK_RAW</constant></entry>
<entry>
Stellt einen Zugang mit einem nicht bestimmten Netzwerkprotokoll
zur Verfügung. Dieser spezielle Socket-Typ kann dazu benutzt
werden, um manuell ein Protokoll eines beliebigen Typs zu
erstellen. Solche Sockets werden üblicherweise benutzt, um
ICMP-Requests zu senden (wie etwa bei ping).
</entry>
</row>
<row>
<entry><constant>SOCK_RDM</constant></entry>
<entry>
Stellt eine zuverlässige Schicht für Datagramme zur Verfügung, in
der die Reihenfolge der Datagramme nicht garantiert wird. Dies ist
in den meisten Betriebssytemen nicht implementiert.
</entry>
</row>
</tbody>
</tgroup>
</table>
</listitem>
</varlistentry>
<varlistentry>
<term><parameter>protocol</parameter></term>
<listitem>
<para>
Der Parameter <parameter>protocol</parameter> setzt das spezifische
Protokoll innerhalb der angegebenen <parameter>domain</parameter>, das
vom zurückgegebenen Socket für die Kommunikation benutzt wird. Der
passende Wert kann ermittelt werden, indem der Name des Protokolls an
die Funktion <function>getprotobyname</function> übergeben wird. Wenn
TCP oder UDP gewünscht werden, können auch die entsprechenden
Konstanten <constant>SOL_TCP</constant> und
<constant>SOL_UDP</constant> benutzt werden.
</para>
<table>
<title>Gebräuchliche Protokolle</title>
<tgroup cols="2">
<thead>
<row>
<entry>Name</entry>
<entry>Beschreibung</entry>
</row>
</thead>
<tbody>
<row>
<entry>icmp</entry>
<entry>
Das Internet Control Message Protocol wird hauptsächlich von
Gateways und Hosts benutzt, um Kommunikationsfehler bei Datagrammen
zu melden. Das Kommando "ping" (das in den meisten modernen
Betriebssystemen enthalten ist) ist ein Beispiel für eine Anwendung
von ICMP.
</entry>
</row>
<row>
<entry>udp</entry>
<entry>
Das User Datagram Protocol ist ein verbindungsloses, unzuverlässiges
Protokoll, mit dem Datensätze fester Länge versendet werden können.
Aufgrund dieser geringen Anforderungen braucht UDP nur einen
minimalen Protokoll-Overhead.
</entry>
</row>
<row>
<entry>tcp</entry>
<entry>
Das Transmission Control Protocol ist ein zuverlässiges,
verbindungsorientiertes, Stream-orientiertes Protokoll für den
Vollduplex-Betrieb. Bei TCP ist garantiert, dass alle Datenpakete
in derselben Reihenfolge empfangen werden, in der sie gesendet
wurden. Falls während der Übertragung ein Datenpaket verlorengeht,
wird es von TCP erneut versendet, und zwar solange, bis der
Empfängerhost den Eingang dieses Paktes zurückmeldet. Aus Gründen
der Zuverlässigkeit und Leistung ist TCP so implementiert, dass es
eigenständig die Oktet-Grenzen der darunterliegenden
Datagramm-Kommunikationschicht bestimmen kann. Aus diesem Grund
müssen TCP Anwendungen in der Lage sein, auch Teilübertragungen
empfangen zu können.
</entry>
</row>
</tbody>
</tgroup>
</table>
</listitem>
</varlistentry>
</variablelist>
</para>
</refsect1>
<refsect1 role="returnvalues">
&reftitle.returnvalues;
<para>
Bei Erfolg gibt <function>socket_create</function> eine
<classname>Socket</classname>-Instanz zurück, bei einem Fehler wird &false;
zurückgegeben. Der aktuelle Fehlercode kann mit
<function>socket_last_error</function> ermittelt und an die Funktion
<function>socket_strerror</function> übergeben werden, um eine textuelle
Beschreibing des Fehlers zu erhalten.
</para>
</refsect1>
<refsect1 role="errors">
&reftitle.errors;
<para>
Falls eine ungültige <parameter>domain</parameter> oder ein ungültiger
<parameter>type</parameter> angegbeben wird, fällt
<function>socket_create</function> auf seine Standardeinstellungen
<constant>AF_INET</constant> bzw. <constant>SOCK_STREAM</constant> zurück,
und gibt zusätzlich eine <constant>E_WARNING</constant>-Meldung aus.
</para>
</refsect1>
<refsect1 role="changelog">
&reftitle.changelog;
<informaltable>
<tgroup cols="2">
<thead>
<row>
<entry>&Version;</entry>
<entry>&Description;</entry>
</row>
</thead>
<tbody>
<row>
<entry>8.0.0</entry>
<entry>
Bei Erfolg gibt diese Funktion nun eine
<classname>Socket</classname>-Instanz zurück; zuvor wurde eine
<type>&resource;</type> zurückgegeben.
</entry>
</row>
</tbody>
</tgroup>
</informaltable>
</refsect1>
<refsect1 role="seealso">
&reftitle.seealso;
<para>
<simplelist>
<member><function>socket_accept</function></member>
<member><function>socket_bind</function></member>
<member><function>socket_connect</function></member>
<member><function>socket_listen</function></member>
<member><function>socket_last_error</function></member>
<member><function>socket_strerror</function></member>
</simplelist>
</para>
</refsect1>
</refentry>
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