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<!-- EN-Revision: d861a1bcea24f05e52e4938c1ecdf9d70326d7aa Maintainer: fa Status: ready -->
<chapter xml:id="pdo.connections" xmlns="http://docbook.org/ns/docbook" xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink">
<title>Verbindungen und Verbindungsmanagement</title>
<para>
Verbindungen werden durch das Erstellen von Instanzen der PDO-Basisklasse
erzeugt. Es ist unerheblich, welchen Treiber Sie benutzen wollen. Sie
benutzen immer den PDO-Klassennamen. Der Konstruktor erwartet Parameter
zur Angabe der Datenbankquelle (auch bekannt als DSN) und optional für
Benutzername und Passwort (falls vorhanden).
</para>
<para>
<example><title>Mit MySQL verbinden</title>
<programlisting role="php">
<![CDATA[
<?php
$dbh = new PDO('mysql:host=localhost;dbname=test', $user, $pass);
?>
]]>
</programlisting>
</example>
</para>
<para>
Wenn es Fehler bei der Verbindung gibt, wird eine Ausnahme vom Typ
<literal>PDOException</literal> geworfen. Sie können die Ausnahme abfangen,
wenn Sie sich selbst um die Fehlerbedingung kümmern wollen, oder Sie
können es einer globalen Routine zur Ausnahmebehandlung überlassen, die
Sie mit <function>set_exception_handler</function> konfigurieren.
</para>
<para>
<example><title>Verbindungsfehler behandeln</title>
<programlisting role="php">
<![CDATA[
<?php
try {
$dbh = new PDO('mysql:host=localhost;dbname=test', $user, $pass);
} catch (PDOException $e) {
// z.B. nach einem Timeout versuchen, die Verbindung erneut aufzubauen
}
]]>
</programlisting>
</example>
</para>
<warning>
<para>
Wie jede andere <link linkend="language.exceptions">Exception</link> kann
auch <classname>PDOException</classname> entweder explizit über eine
&catch;-Anweisung oder implizit über
<function>set_exception_handler</function> abgefangen werden. Andernfalls
ist das Standardverhalten, eine nicht abgefangene Exception in einen
<constant>E_FATAL_ERROR</constant> umzuwandeln. Der fatale Fehler enthält
einen Backtrace, der Verbindungsdetails preisgeben könnte. Deshalb sollte
die &php.ini;-Option
<link linkend="ini.display-errors"><literal>display_errors</literal></link>
auf einem Produktionsserver auf <literal>0</literal> gesetzt werden.
</para>
</warning>
<para>
Bei erfolgreicher Verbindung zur Datenbank wird eine Instanz der
PDO-Klasse an Ihr Skript zurückgegeben. Die Verbindung bleibt während der
Lebensdauer des PDO-Objekts aktiv. Um die Verbindung zu beenden, müssen
Sie das Objekt löschen, indem Sie sicherstellen, dass alle Referenzen
darauf gelöscht werden - das erreichen Sie, indem Sie der Variable, die
das Objekt beinhaltet, &null; zuweisen. Wenn Sie das nicht explizit tun,
schließt PHP die Verbindung automatisch, wenn Ihr Skript endet.
</para>
<note>
<simpara>
Gibt es noch weitere Referenzen auf dieses PDO-Exemplar (wie etwa von einem
PDOStatement-Exemplar, oder von anderen Variablen, die dasselbe PDO-Exemplar
referenzieren), müssen diese ebenfalls entfernt werden (zum Beispiel durch
die Zuweisung von &null; an die Variable, die das PDOStatement referenziert).
</simpara>
</note>
<para>
<example><title>Eine Verbindung schließen</title>
<programlisting role="php">
<![CDATA[
<?php
$dbh = new PDO('mysql:host=localhost;dbname=test', $user, $pass);
// hier die Verbindung nutzen
$sth = $dbh->query('SELECT * FROM foo');
// und nachdem das erledigt ist, wird sie geschlossen
$sth = null;
$dbh = null;
?>
]]>
</programlisting>
</example>
</para>
<para>
Viele Webanwendungen profitieren von persistenten Verbindungen zum
Datenbankserver. Persistente Verbindungen werden nicht am Ende des Skripts
geschlossen, sondern werden gecacht und wiederverwendet, wenn ein anderes
Skript eine Verbindung mit denselben Daten anfordert. Der Cache an
persistenten Verbindungen erlaubt Ihnen, den Overhead zu vermeiden, wenn
jedesmal eine neue Verbindung geöffnet wird, sobald ein Skript mit der
Datenbank kommunizieren muss, was sich in einer schnelleren Anwendung
widerspiegelt.
</para>
<para>
<example><title>Persistente Verbindungen</title>
<programlisting role="php">
<![CDATA[
<?php
$dbh = new PDO('mysql:host=localhost;dbname=test', $user, $pass, array(
PDO::ATTR_PERSISTENT => true
));
?>
]]>
</programlisting>
</example>
</para>
<para>
Der Wert der <constant>PDO::ATTR_PERSISTENT</constant> Option wird nach &boolean;
kovertiert (aktiviere/deaktiviere persistente Verbindungen), es sei denn es ist ein
nicht-numerischer &string;; in diesem Fall ermöglicht es die Verwendung mehrerer
persistenter Verbindungspools. Das ist nützlich, wenn unterschiedliche Verbindungen
inkompatible Einstellungen verwenden, beispielsweise unterschiedliche Werte von
<constant>PDO::MYSQL_ATTR_USE_BUFFERED_QUERY</constant>.
</para>
<note>
<para>
Wenn Sie persistente Verbindungen verwenden wollen, müssen Sie
<constant>PDO::ATTR_PERSISTENT</constant> im Array von Treiberoptionen
setzen, das an den PDO-Konstruktor übergeben wird. Wenn Sie dieses Attribut
mittels <methodname>PDO::setAttribute</methodname> nach der Instanziierung des
Objekts setzen, verwendet der Treiber keine persistenten Verbindungen.
</para>
</note>
<note>
<para>
Wenn Sie den PDO-ODBC-Treiber benutzen und Ihre ODBC-Bibliotheken ODBC Connection
Pooling unterstützen (unixODBC und Windows etwa, es könnte auch andere geben), dann
wird empfohlen, dass sie keine persistenten PDO-Verbindungen benutzen, sondern das
Cachen der Verbindungen der ODBC Connection Pooling-Schicht überlassen. Der ODBC
Connection Pool wird mit anderen Modulen im Prozess geteilt. Wenn PDO also
angewiesen wird die Verbindung zu cachen, wird diese Verbindung nie dem ODBC
Connection Pool zurückgegeben, was darin resultiert, dass zusätzliche Verbindungen
aufgebaut werden, um jene anderen Module zu bedienen.
</para>
</note>
</chapter>
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